Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Glück können Wir die Unſere genugſam behaupten, beſagte Dame ſo hoch ſtellend, daß Neid und Tadel vor ihr verſtummt.—

Das will ich nicht hoffen— rief der er⸗

zürnte Prinz.— Dagegen giebt es Familien⸗ ſtatuten und Rechte der Agnaten!— Und

dabei umklammerte er den ſtarken Silberbecher, den er hielt, und drückte ihn gewaltig zuſammen, daß das Metall krachend ſich zur Unform bog und der Tokayer weit über den Tiſch hinſpritzte. Erſpare ſich der Prinz,— rief der Kurfürſt flammenden Auges und mit Hoheit— Beweiſe ſeiner Stärke zu geben, welche unſtatthaft ſind in der Gegenwart Seines Landesfürſten. Nur Einen erkennt ein Kurfürſt des heiligen Römi⸗ ſchen Reiches über ſich, ſeinen Oberlehnsherrn, den Kaiſer, und was deſſelben Genehmigung er⸗ hält, vermeſſe ſich der Unterthan nicht zu tadeln!— Der Kaiſer— antwortete Herzog Auguſt— hat allerdings bereits zu viel gethan, und es iſt ein ſeltſam Schauſpiel, die durchlauchtigſte Raute in das Wappenſchild der Neidſchütz verflochten zu ſehen; weiter wird Leopold 1. indeß nicht gehen. Die Conſideration gegen den gnädigen Herrn Bruder, die ihn zweifelsohne dazu vermocht, iſt