Daher mochte es wohl kommen, daß, nach⸗ dem der große ſilberne Krug geleert war, der Kurfürſt die Schelle zog, einen zweiten bringen zu laſſen. Der Ton aber, in welchem er den Schloßverwalter, der im Eifer des Geſprächs mit dem Kammerpagen den erſten Ruf überhört hatte, ſolches anbefahl, und ihm ſeine Nachläſſigkeit ver⸗ wies, war nicht herriſch nur, ſondern auch bitter; und eben ſo bitter, und ſeiner Freundlichkeit auf dem Herwege entgegengeſetzt, war die Weiſe, mit der er, als der Geſcholtene ſich beſtürzt entfernt hatte, zu dem Prinzen ſprach: Es ſcheint, als ob dieſer Gobau ſeinen Dienſt bei Euch, mein Herr, beſſer verſehen, und die Verrichtungen, die Ihr ihm aufzutragen für gut befunden, eifti⸗ ger erfüllt habe, als ſein jetig Amt, das ich ihm abzunehmen geſonnen bin.—
Es lag in dieſen Worten eine Andeutung, welche den Prinzen verlegen machte; auch konnte ihm der Tadel eines Mannes nicht angenehm ſein, welcher die Anſtellung am Hofe ſeiner Fürſprache verdankte; doch nahm er die Anmerkung ſchwei⸗ gend hin, vielleicht weil er dem Wichtigern, das er in dem Sinne trug, den Weg nicht, Gerin⸗ geres anregend, verſperren wollte.


