Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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ſeinigen, wie man in der Zerſtreuung Gewohn⸗ tes vornimmt; der Traubenſaft verſcheuchte nicht die Wolken von ſeiner Stirn; er ſprach wenig und Gleichgültiges, und verſtummte von Mal zu Mal, nachdenklich, ja ſogar trüb vor ſich hinſchauend. Auch dem Prinzen wohnte in die⸗ ſem Augenblicke die heitere Lebendigkeit nicht bei, welche ihn, verbunden mit ſeiner Förperſchöne und ſeinem hohen Range, zum Liebling der Frauen ſeiner Zeit machte; ſein gewöhnlich fröhliches Antlitz beſchattete eine gewiſſe Befangenheit; auch er trank nur mechaniſch und gleichſam um doch etwas zu thun; die Blicke, die er unter⸗ weilen auf Johann Georg W. richtete, trugen einen gemiſchten Ausdruck von Mitleid und Un⸗ muth, wiewohl gemildert durch die Ehrerbietung, die dem ältern Bruder und regierenden Herrn zuſtand.

Dieſer augenſcheinlichen Verſtimmung aber ungeachtet, war es, als ſei keiner von Beiden geneigt, dieſes wenig angenehme Beiſammen⸗ ſein zu unterbrechen, und ſie gehabten ſich gleich Solchen, die gegenſeitig etwas auf dem Herzen haben, und nur über die Art unſchlüſſig ſind, ſich deſſelben zu entledigen.