Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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rina und einer ſo wunderlich begabten Dame, als meine Baſe Neidſchütz, mag es ſchwer ſein, ſich vollkommen wohl zu befinden, und dabei müd' und matt zu werden, ſind keine Philtra vonnöthen, noch anderer Zauberſpuk.—

Hier ertönte ſchon zum zweiten Male der Schellenzug aus dem obern Gemach; der Schloß⸗ verwalter folgte eilig dem Rufe, der Page aber träumte ſich, bei dem Reſt des Reresweines und einer nur halb beſaiteten Mandeline, an die Ufer des Manzanares zurück, wohl eine halbe Stunde lang, bis ihn eine Erſcheinung unterbrach, die unter jenen Erinnerungbildern, wenigſtens wie wir ihn vorgeben gehört, eine Stelle einnahm.

Nicht ſo lebhaft als im untern Wen war indeſſen das Geſpräch zwiſchen den beiden erlauch⸗ ten Perſonen geweſen, obgleich die Pokale nicht minder fleißig gefüllt wurden; denn die Fürſten damaliger Zeit, wiewohl durch Benehmen, Klei⸗ dung und allen äußern Prunk ihrer Würde ſich bereits der feinern franzöſiſchen Sitte zuneigend, hafteten noch an manchem vaterländiſchen Ge⸗ brauch, und verſchmäheten den Becher ſo wenig als ihre Vorfahren. Der Kurfürſt leerte den