Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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diger Herr auch ein Wörtlein mitzuſprechen ha⸗ ben— wandte Vizthum ein.

Und doch verlautet es, als incaminire man dergleichen— bedeutete ihn der Andere.— Es iſt vieles Suchen ſchon geſchehen in den Archiven nach hnlichem, was ſich in vergangener Zeit be⸗ geben haben ſoll, unter andern einer Markgräfinn von Meißen und Landgräfinn von Thüringen we⸗ gen, welche gleichfalls nichts mehr und nichts weniger geweſen, als ein adelig Fräulein.—

Ich weiß, fiel der Page ein, es iſt Ka⸗ tharine von Brandenſtein, von welcher derſelbe redet, Herzogs Wilhelm des Tapfern Gemahlinn. Doch iſt die Kurfürſtinn noch am Leben, und wohl ſchwerlich geneigt, einer Nebenbuhlerinn zu weichen.—

Schwerlich, Hochwohlgeborner, wenn ſie nicht muß. Aber— fuhr Gobau mit einem ge⸗ waltigen Seufzer fort— es wird Seiner kur⸗ fürſtlichen Durchlauchtigkeit leichter fallen, ſich Höchſtihrer zu entledigen, als wie mich, der Donna Gobau abzuſagen. Der Herr iſt ein großer Fürſt, und dem lutheriſchen Glauben zugethan. Man gedenket jetzt am Hofe nicht ſelten eines Exem⸗ pels in der gnädigſten Frau eignen Sippſchaft, da vor vier Jahren erſt der Herzog zu Sachſen⸗