Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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oder Liebestränken ſpricht man ſich in das Ohr und von anderm Teufelszeuge, vielleicht aus der Verlaſſenſchaft meiner Frau Schwiegermutter kommend.—

Pah— Albernheit, guter Freund! rief der Page lachend. Wenn hier ein Zauber ob⸗ waltet, ſo iſt er wohl nur in den Augen meines Mühmchens Katharine zu ſuchen, auf ihren Lip⸗ pen und ihren Wangen, die, obſchon ein wenig bleich, doch liebreizend genug ſind.— Demohn⸗ geachtet— ſetzte er ernſthafter hinzu— mag man die Gewalt bewundern, die, wie man ſagt, die Alte durch die Junge über den Herrn gewonnen, und ſo ſichtlich zur Schau trägt. Es iſt befremd⸗ lich, das Wappen Kurſachſens mit dem derer von Neidſchüt*) verſchränkt zu ſehen, und ſehr hat es den Prinzen, meinen Herrn, entrüſtet, als er davon vernahm.—

und nicht mit Unrecht nach meiner gerin⸗ gen unvorgreiflichen Meinung— verſetzte, das Haupt hin und her wiegend, der Schloßverwalter. — Wo der Rautenkranz iſt und die Schwerter, da kommt auch Hermelinmantel und Kurhut dazu.—

Nicht ſo ſchnell; dabei möchte mein gnů⸗

*) Dies Siegel befindet ſich noch im Geheimeraths⸗At⸗ chive zu Dresden.