Frau Gräfinn werde ſie vor dem Prinzen zu ſchützen wiſſen und vor ſeinem— Eure Gnaden geſtatte mir hier abermals eine kleine reserva- tionem meutalem, wie es in der Schule zu Ko⸗ ſtanz, meiner Geburtſtadt, hieß. Auch befin⸗ det ſie ſich in der That im Dienſt hochbeſagter Dame, und nach dem, was mir von der Die⸗ nerinn bekannt worden, möchte ich beinahe dem Glauben beimeſſen, was das Gerücht von der Gebieterinn flüſtert.—
Und was flüſtert denn die tauſendzüngige Fa⸗ ma von meiner Baſe? fragte neugierig der junge Edelmann. 5
Hm— ließ der Gefragte ſich bedenklich ver⸗ nehmen— es iſt ein miſſlich Ding, dergleichen nachzuſprechen in Betreff einer ſo mächtigen Eycel⸗ lenz, und abſonderlich dem verehrten Herrn Con⸗ ſin gegenüber.—
Mache ſich derſelbe keine Sorge— beru⸗ higte ihn Vizthum— er weiß ja meine Geſin⸗ nung gegen die Neidſchütz.—
Da entgegnete der Kaſtellan immer noch ſtockend: Nun, wenn Eure Gnaden mir Dero Parole geben wollen auf hochgeneigte Verſchwie⸗ genheit.— Man verſichert, es gehe Manches nicht mit rechten Dingen zu— von Philtris
Die Frauen v. Neidſchütz. 1 Bd. 4


