Luͤfte kuͤhlen ſeine heißen Schlaͤfe, ihre Kelche erſchließen die Blumen und ſpenden dem Schei⸗ denden ihren Duft, ausder Daͤmmerung tre⸗ ten Bilder der vergangenen Stunden hervor, und geleiten ihn treulich zu Hauſe, und wer ihn heimgehen ſieht, ſagt ihm mit theilnehmendem Blicke:„Gute Nacht!“ Nicht ſo iſt es mit dem Abende deſſen, der anders gethan. Und faͤnde er ihn auf goldenem Bett und ſammtenen Polſtern, und umringt vom Geraͤuſch eines Feſtes, ja im koöniglichen Saale ſogar, umſchimmert vom Glanze ringsum, angeſtrahlt von der Hofgunſt, um⸗ ſaͤuſelt von Schmeichelei, er ſieht hinaus in den dunkelnden Himmel und er iſt ihm fuͤrchterlich. Die Tageshelle luͤgenden Kerzen werfen nur einen bleichen Schein auf die Masken, die ihm gezwungen zulaͤcheln, die Zuͤge des Haſſes, des Spottes und der Verachtung verbergend; in den hohen Spiegeln ſieht er ſein eigenes Bild, und ſchaudernd wendet er ſich ab von demſelben, er wendet ſich ab von all dem taͤuſchenden Schim⸗ mer und ſchaut unwillkuͤrlich in die kommende Nacht. Und wenn auch das Gekoſe feiler An⸗ haͤnglichkeit um ihn her ertoͤnt und des Eigen⸗ nutzes ſchmeichelnde Stimmen, der Entzauberte
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