Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
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hoͤret ſie nicht, ſie uͤbertaͤuben nicht das Weh⸗ geſchrei der Verrathenen, nicht den Tadel der Welt aus weiter Ferne. Er iſt auch muͤde, aber ſie werden ihn nicht ſanft in den langen Schlaf wiegen, die Traͤume nicht verſcheuchen, die boͤſen Traͤume, die ihn, wenn er das Auge nun endlich geſchloſſen, erwarten.— Nun denn, Herr General— gute Nacht!“—

Der Blick des Greiſes war, waͤhrend er ſo ſprach, glaͤnzend geworden, wie der eines Sehers, er fiel in des Hoͤrers Herz und ſcheu zog ſich ſein Inneres zuſammen vor dem Blick, ſcheu ſchaute er, als er allein war, um ſich her in die Nacht, die ihn umgab, wie das Symbol von jener andern, die unvermeidlich auch einſt herein⸗ brechen muß, und beinah erſchrak er, als geraͤuſch⸗ los und behend aus dem Geſtraͤuch eine Geſtalt auf ihn zutrat. Er faßte ſich jedoch alsbald, den in einen Mantel Gehuͤllten erkennend, und begann, mit ihm fortgehend, ein Geſpraͤch, aber ſo leiſe, daß ſein Inhalt, wo nicht dem Mei⸗ ſter, doch Beaten entging.

„Wer iſt dieſer?“— fragte ſie.—„Mir daͤucht, er war ſchlecht gekleidet, und glich nicht einem Manne von Stande.“—