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wollet Ihr, junger Mann, vom Augenblicke fordern, was er allein nicht gewaͤhren kann ohne die Huͤlfe ſeiner nach ihm folgenden Bruͤ⸗ der? Wie kommt es doch, daß das Alter, das der Zukunft wenig vor ſich ſieht, zufriedener iſt mit Gegenwart, ſo es in ihr den Keim eines kuͤnftigen Beſſern gewahrt, und die Jugend, der noch ein langer Pfad zu durchlaufen bevorſteht, gerade der Stelle, an der ſie ſich eben befindet, die Fruͤchte abtrotzen will, die vielleicht erſt in weiter Entfernung dem Beharrlichen winken? Schwer, mein jugendlicher Freund, iſt es, in Tagen wieder aufzurichten, was in Jahrhunder⸗ ten allmaͤhlig zerſtoͤrt ward. Die Sonne war hinabgegangen und die Nacht gekommen; wollet Ihr der Morgenroͤthe zuͤrnen, daß ſie nicht als⸗ bald der neue Tag iſt? Wir tragen die Schuld der Vergangenheit nicht, Die, welche ſie tragen, modern laͤngſt in der Erde, die zu bewahren ſie nicht wußten. Thun wir darum beſſer als die Al⸗ ten, laſſen wir“— hier erhob er die Stimme— „laſſen wir ihre Fehler nicht verloren ſeyn fuͤr uns, laſſet ſie uns vielmehr zur Warnung die⸗ nen, wie das Steinkreuz am klippenvollen ufer aufgerichtet, wo ein Schiff geſtrandet iſt, den


