ſtigenden Erſcheinung und Medert ſi Hand. Da ward ihr plotzlich, als ſitze ſie in der Karoſſe, ſondern auf dem Suͤnderkarrn, in ihr Ohr drang das Mahnen des Prieſters, vor ihrem Auge lag das Blutgericht, das Ziel des Weges, den ſie gewandelt, erglaͤnzte des Nachrichters Schwert, bereit, ihr den Lohn zu geben fuͤr die Thaten, die ſie vollbracht. Im⸗ mer wirrer ward es in ihrem Gemuͤth, es war ihr, als ſey ihr Ich an die Stelle des unaͤchten Nachbildes getreten oder geheimnißvoll mit ihm verſchmolzen; das Grauen vor dem Tode befiel ſie, ſie riß die Haͤnde herab von dem entſtellten Antlitz, ſchaute wild um ſich her in die Wirk⸗ lichkeit, die ihr einem taͤuſchenden Poſſenſpiel gleich erſchien, und ihr Blick fiel auf die gleich⸗ gultigen, kalten, laͤchelnden Zuͤge des neben ihr Sitzenden. Sie war im Begriff, in Vorwuͤrfe gegen ihn auszubrechen, daß er ſie hierher ge⸗ fuͤhrt um ſie dem Tode zu uͤberliefern, trotz ſei⸗ ner Verheißung, trotz Allem, womit ſie das Le⸗ ben erkauft haͤtte, da rief ein ungefaͤhrer nichts⸗ bedeutender Zufall ſie zur Beſonnenheit zuruck, und an die Stelle der dumpfen Angſt, die ihr
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