Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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chen, den Ihr vor Euch habt zu unerfreulichem Ziel. Ein Jahr oder zween kann die Reiſe wohl waͤhren, wenn Ihr mich zu Eurem Fuͤh⸗ rer erwaͤhlt.“—

„Ein Jahr oder zween,“— ſeufzte die Ge⸗ fangene—„verlebt im Kerker, und an deſſen Schwelle eine dunklere Behauſung noch! Iſt das Alles, was Ihr vermoͤgt?— Alles, was ich zu hoffen habe, daß der Weg lang ſey, den ich in Feſſeln zu gehn habe zum Blut⸗ geruͤſt, verfolgt von den Schrecken der Unterwelt, zur——2“

„Zur Hoͤlle ſelbſt“— ergaͤnzte der Andere.— „Ja, da muß man wohl Rath ſchaffen auf ir⸗ gend eine Weiſe. Auch weiß ich Rath, und er liegt in einem trivialen Sprichwort; das Sprich⸗ wort aber heißt:——— In Nuͤrnberg haͤngt man Keinen, als den man hat.“

Hoch horchte Beate auf, als Jener ſo ſprach; wie jedem Gefangenen, war auch ihr mehr als ein⸗ mal der Gedanke an Flucht gekommen, aber als⸗ bald trat ihm immer die Ueberzeugung der Unmoͤg⸗ lichkeit entgegen. Der fruͤhern Nachſicht ungeachtet, die ihre Aufſeher der geachteten, unſchuldig vermein⸗ ten Frau erwieſen, hatten ſie es jedoch nicht an