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haͤttet Ihr Euren Defenſor lieber erſcheinen ſe⸗ hen als rigoriſtiſchen Alten, mit runzlichem Ge⸗ ſicht und gebieteriſchem Ton, als einen ſuͤßre⸗ denden Froͤmmler, welcher, dem Prediger die Obliegenheit abnehmend, mit welchem er ganz und gar nichts zu ſchaffen hat, Euch ſtatt tuͤch⸗ tigem Rathſchlag die Vermahnung ertheilt, Euch der Barmherzigkeit des Gerichts zu vertrauen, welche Euch entſtehen duͤrfte, oder einer andern Barmherzigkeit, die, geſetzten Falles, ſie wuͤrde Euch zu Theil, doch um ein Weniges zu ſpat kommt? Behagt Euch nicht beſſer der junge Mann, ruͤſtig von Geiſt wie von Koͤrper, ver⸗ traut mit den Anſichten der Zeit, der ſein Mog⸗ lichſtes daran ſetzen wird, Euch durchzuhelfen, gleichviel, ob Ihr Recht habt oder Unrecht? denn daran iſt wenig gelegen oder nichts.“— Solche Anſichten waren ganz nach dem Ge⸗ ſchmack der Clientin, und zwar noch nachdenk⸗ lich aber ermuthigt antwortete ſie:„Wohl, wohl, mein werther Freund, und doch— Ihr wiſſet, weß man mich beſchuldigt, Ihr habt auch wohl von einem Geſtandniß gehoͤrt, das mir ent— ſchluͤpft iſt im Augenblick ſeltſamer und uner⸗ hoͤrter Bedraͤngniß,— meinet Ihr wohl, ſolches


