Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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ſpruch, und zwar unbedingt. Ihr habt uͤberdies

dabei den Vortheil kuͤrzerer Auseinanderſetzung

bei dem, welcher bereits mit Manchem vertraut,

Euch mit halben Worten verſtehet.“—

Er war, als leuchte dieſer Vortheil Beaten ein, denn ſie blickte feſter und zutraulicher in das laͤngſt bekannte, nur etwas entfremdete Antlitz, und es uberkam ſie ein Gefuhl der Behaglichkeit. Schwer waͤre es ihr geworden, vor einem Fremden den Abgrund ihres Innern aufzuthun im juriſtiſchen

Beichtſtuhl, unmoͤglich beinahe, einem untadeli⸗

chen Manne gegenuͤber, oder auch einem Sol⸗

3 chen, der es zu ſcheinen verſtand; hier aber er⸗

1 innerte ſie ſich aus fruͤherer Zeit gewiſſer Anla⸗

gen, theils durch ſie hervorgebracht, oder doch

1 ſorglich gepflegt, und ein gewiſſes Etwas in den

Zuͤgen und dem Weſen des jungen Rechtsge⸗

lehrten deutete darauf, nicht gaͤnzlich ſeyen dieſe

Anlagen verloren gegangen, und es beſtehe noch

eine Art geiſtiger Verwandtſchaft zwiſchen Leh⸗

rerin und Schuͤler, zwiſchen dem Advokaten und der Clientin.

1 Dieſem mußte nicht entgangen ſeyn, was

Beaten jetzt beſchaͤftigte, denn er ſagte mit an⸗

genehmem Laͤcheln:„Sprechet, werthe Frau,