Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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wenig zu jung doch fur die Verrichtung, zu der Ihr Euch erbietet.“—

„Ich meinte nicht,“— verſetzte etwas ſpoͤt⸗ telnd der Doktor,„daß Ihr dafuͤr hieltet, die Jugend ſey eine ſo ſchlimme Empfehlung. Laſ⸗ ſet Euch jedoch ſagen, daß ſo wenig als fruͤher ſie mir im Wege ſteht bei der Abſicht, in der ich komme. Es iſt wahr,“ fuhr er in ſelbſtge⸗ nuͤgſamer Weiſe fort,„ich habe keine Runzeln und meine Augen ſind noch nicht erblindet bei der naͤchtlichen Lampe, doch nehme ich es mit Manchem auf in der Rechtswiſſenſchaft, und mehr als Ihr meinet, hab' ich Erfahrung. Ueberdem trachtet ein jugendlicher Prieſter der Themis gern nach Fuͤhrung ſchwieriger Sachen, denn ſolche bringen die meiſte Ehre; die Eure aber, werthe Frau Bilſen, gehoͤrt, meine ich, ganz abſonderlich zu dieſen.“—

„Und wenn dem alſo waͤre,“— fragte zoͤ⸗ gernd die Wittwe—„kann ich Euch das Ver⸗ trauen ſchenken, welches eine ſolche Sache er⸗ fordert?“—

„Schon fruͤher erfreute ich mich ja deſſelben,“ — erwiederte er in der vorigen Weiſe—„und gewiß mache ich gleichfalls jetzt darauf An⸗

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