ihnen, gepflanzt von wehmuͤthig liebevoller Er⸗ innerung, aber die Graͤber der Ihrigen waren ſchmucklos, und den Grabſtein Eſaias Golden⸗ baums umwucherten hoch aufgeſchoßte Neſſeln.
Vergeſſen, ſagt die Chronik, hatte Beate beinahe deſſen, was ſie vor Monden hier geſe⸗ hen, jetzt trat es vor ihre Erinnerung, jedoch in anderer Geſtalt. Leer war es um ſie her, leer in ihr ſelbſt, denn das Gefuͤhl der Abgeſchieden⸗ heit vom menſchlichen Treiben ließ beinahe eine gewiſſe Sehnſucht nach der Annaͤherung Jener entſtehen, welche den Weg, den ſie, nach des geſpenſtiſchen Wucherers Worten, gefunden zu ihr, nun doch wohl vergeſſen hatten im Schlum⸗ mer des Grabes.
Wie ſie ſo ſtand, fuͤllte ſich, gleich wie an jenem Sonntagmorgen, in abendlicher Stunde des naͤmlichen Tages der Friedhof. Die Zeit des Gottesdienſtes war laͤngſt voruͤber, alle Kir⸗ chen waren geſchloſſen, ein anderer Zweck alſo mußte dieſe Wandler den Fußſteig entlang fuͤh⸗ ren zwiſchen dem huͤgeligen Raſen. Sie waren, wie damals, beiderlei Geſchlechtes und wohlge⸗ kleidet, aber nicht in bunten, von Jedem und Jeder gewaͤhlten Farben, ihre Gewaͤnder waren


