Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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welche ſeit ihrem Bekenntniß ſelten unterbrochen ward, und nur durch den Zuſpruch des wort⸗ kargen Waͤrters, dem die Gattin jetzt gern die Pflege der Verabſcheuten uͤberließ, oder zuweilen durch den Arzt, welcher kein Heilmittel hatte fuͤr die Uebel des Mißmuths, der Langenweile und gegen den Wurm des Bewußtſeyns, oder durch den Seelſorger, deſſen Verfuͤgungen ſie gleichgultig zuruͤckwies, ſeitdem die Maske der Froͤmmigkeit uͤberfluͤſſig geworden. Sie trat an das Gitterfenſter, nicht wie ſonſt auf die Straße hinabzuſchauen, ob nicht irgend ein Freund vor⸗ uͤbergehe oder kaͤme, ſie zu beſuchen, ſondern auf den Friedhof, wo ſo viele von ihnen, wie ſie im anſtoßenden Kerker, ihre bleibende Be⸗ hauſung hatten.

Es war ruhig auf demſelben, wie es immer geweſen ſeit jenen drei Naͤchten voll Grauens, und ſie ſah hinab mit gleichgultigem Blick, denn ſie war des Anſchauens der Graͤber gewohnt, der Gedanke an die, welche in ihnen wohnten, beunruhigte ſie nicht, und ihres Anſchauens hatte

ſie beinahe vergeſſen. Der Fruͤhling bekleidete

die Huͤgel mit friſchem Gruͤn, junge Roſen ſchwankten im lauen Winde auf einigen von

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