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hochverehrlichen Obrigkeit bloͤdes Auge wohl nimmer erkannt haͤtte. Wie man ihr nun an⸗ lag, ſich deutlicher zu erklaͤren und die Urſach kund zu thun, die ſie vermocht haͤtte, ihr Schwei⸗ gen zu brechen, da kehrte der Irrſinn wieder mit verdoppelter Gewalt und ſie kreiſchte auf: „Warum ich gethan, wozu Ihr nimmer mich vermocht haͤttet? So hoͤret denn: um einen Stein mir vom Herzen zu bringen, hab' ich es gethan; einen ſchoͤnen Marmorſtein mit glaͤn⸗ zenden Buchſtaben, den hab' ich wieder auf Den gewaͤlzt, von deſſen ſchwerem Gelde er be⸗ zahlt worden, daß er drunter liege und ſich nicht ruͤhre, und Alle, die mit ihm kommen, aufgeſchrieen von ihm aus dem Schlaf. Und wie ſie ſchlafen, werd' auch ich ſchlafen von nun an.“—
„Moͤge Euch, ungluͤckliche Frau,“ ſprach der Vorſteher,„moͤge Euch, wo nicht das Be⸗ kenntniß allein, doch die Reue, die es hoffentlich begleitet, und das Vertrauen auf die Barmher⸗ zigkeit Gottes die Ruhe wiedergeben, die Ihr ſelbſt in frevelnder Thorheit vernichtet habt. Doch ſehe ich Euch leider nicht in der Verfaſ⸗ ſung, derſelben theilhaftig zu werden. Ihr habt


