Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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nung, die Schließerin, das Geſchirr tragend mit dem hochgeſchaͤtzten Labetrank, und noch erfreu⸗ licher eine Kerze, welche die Gute heut als et⸗ was Außergewoͤhnliches, wie ſie ſagte, und auf ihre eigene Gefahr mitgebracht hatte, dem wer⸗ then Gaſte zu Ehren, die letzte Nacht ſeines Hierſeyns feſtlich zu erleuchten. Jedoch machte ſie zur Bedingung, daß das Fenſter ſorgfaͤltig verſchloſſen und verhaͤngt werde, damit ſie keinen Verdruß habe, und aus mehr als einem Grunde erfullte Frau Bilſen mit aͤngſtlicher Genauigkeit dieſes Verlangen.

So ſaßen denn die Beiden in der wohlver⸗ wahrten Zelle; wie Honigſeim und Milch floß fromme Rede von den Lippen der Wittwe, und wie Gamaliel zu den Fuͤßen des Apoſtels horchte die gelehrige Schuͤlerin, nur manchmal mit den Augen den Kaffee huͤtend uͤber dem Kohlen⸗ becken, daß er nicht uͤberlaufe.

Eine Weile hatte dies ſo gedauert, da gemahnte es die Lehrerin, als beginne der Schuͤlerin Auf⸗ merkſamkeit zu ermatten, und als auf eine oder zwei Fragen die Letzte nur eine zoͤgernde, abge⸗ brochene Antwort ertheilte, da beduͤnkte es Beaten, es ſey hohe Zeit, Gebrauch von dem be⸗