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wieder ſchlichen in unertraͤglicher Langſamkeit voruͤber; ſie wuͤnſchte das Ende deſſelben herbei, wenn ſie an Morgen dachte und an das, was es bringen ſollte; aber zwiſchen Heut und Mor⸗ gen lag die Nacht, und grauend vor ihr, blickte ſie angſthaft nach der Sonne, als wolle ſie ſie aufhalten in ihrem Wege nach Weſten.
Doch nicht beſchleunigt, nicht verzoͤgert wan⸗ delte die Zeit ihren einzigen Gang. Viertel ſchlug auf Viertel von den Thuͤrmen, und die Glocke verkuͤndete Mal fuͤr Mal, wie ſie zur Stunde geworden, das Geſtirn des Tages ſtieg empor gegen Mittag und ſenkte ſeinen Lauf, die Schatten wurden kürzer, dann wieder laͤn⸗ ger und immer laͤnger, bis ſie endlich ver⸗ ſchwammen in die Daͤmmerung; das Raſſeln auf der Landſtraße ließ ſich ſeltner vernehmen, der Ton der Schellen verkuͤndete die Heimkehr der Heerden von der Flur, das Geraͤuſch han⸗ delſtädtiſchen Treibens ward dumpfer, und bald war nichts mehr zu vernehmen, als der Abend⸗ wind, der leiſe ſingend uͤber den Friedhof zog.
Da oͤffnete ſich die Thuͤre des Gefangenen⸗ zimmers und Beatens ſchon irrem und verdun⸗ keltem Blicke zeigte ſich, eine erfreuliche Erſchei⸗


