Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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hungen, zwiefach furchtbar durch ihre erſte Er⸗ fuͤllung.

Als Beate noch vor Anbruch des Tages aus ihrer Betaͤubung erwachte, war die Schließerin nicht mehr in der Zelle. Als ſie darauf zur ge⸗ wohnten Stunde hereinkam mit dem Fruͤhſtuͤck der Gefangenen, ging dieſe in dem kleinen Ge⸗ mach auf und nieder, mit ſchnellem aber un⸗ gleichem Schritte, wie man zu thun pflegt bei großer Spannung des Geiſtes und koͤrperlicher Ermattung, und ſie blieb vor ihr ſtehen und ſchaute ſie an mit ſtarren uͤbernaͤchtigen Augen, und holte tief und ungleich Athem, und bewegte die Lippen, als wolle ſie etwas ſagen, das ihr ſchwer ankomme. Wie aber die Waͤrterin ihr den Morgengruß bot im gewohnten, theilneh⸗ menden aber ruhigen Tone, ſie fragend, ob ſie die Nacht wohl geſchlafen wie bisher immer, da ſank das, was Frau Bilſen auf der Zunge trug, wieder zuruͤck in die Tiefe ihres Herzens.

„Als ich,“ fuhr die Alte fort,„Euch geſtern in der Nacht verließ, weil die Glocke mich rief, da ſchlummertet Ihr ſo ſanft und ich mochte Euch nicht ſtoͤren. Hattet Ihr auch angenehme Traͤume?“——