Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Viele hatten ſo vor ihr gelegen, und was bei dieſer nur Schein, war Wirklichkeit geweſen bei Jenen, Wirklichkeit, die in der Erinnerung vor ſie trat mit ſchwerer Anklage. Mit der Entſchloſſenheit der Verzweiflung ergriff ſie der Schlummernden Arm und ruͤttelte ſie heftig, daß ſie erwache. Es war umſonſt, die Lebensthaͤ⸗ tigkeit war gehemmt, nur laute, gleichfoͤrmige Athemzuͤge antworteten ihrem angſtvollen Zu⸗ ruf, da packte das Gefuͤhl graunvoller Einſam⸗ keit ſie mit vernichtender Hand, und ahnend, was nun kommen werde, blickte ſie nach dem Fenſter mit ſtierem, weit aufgeriſſenem Auge, und horchte geſpannt dem Fluͤſtern, das drau⸗ ßen ſich leiſe vernehmen ließ und lauter ward und immer lauter.

Das Fenſter blieb nicht leer. Sie kamen Alle wieder, Alle, durch das Gebot des Verhaͤng⸗ niſſes hervorgerufen aus ihrer Ruheſtaͤtte, oder durch den Ingrimm, deſſen Flamme fortlodert auch in der Kuͤhle des Grabes. Naͤher als ge⸗ ſtern draͤngte ſich die Geiſterwelt zu ihr, lauter toͤnten ihre Stimmen, hoͤhniſcher war des Moh⸗ ren Gelaͤchter, furchtbarer der Verdammten Dro⸗

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