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die Sonne hoch am Himmel ſtand, als ſie aber ſich neigte, um der Nacht die Halbſcheid der Tagesdauer zu uͤberlaſſen, die derſelben zukommt im herbſtlichen Aequinoctium, und ſich verbarg in den Wolken des Niedergangs, da bedeckte ſich nach und nach auch Beatens Stirn mit Wol⸗ ken; je mehr die Helle ſchwand in der Natur, je dunkler ward es in ihr, und die laͤngern und immer laͤngern Schatten der Huͤgel und Grab⸗ ſteine zogen ſich hinab in ihr wiederum zagen⸗ des Herz. Je dumpfer und ſtiller es aber ward in demſelben, je regſamer erſchien die Außenſeite, je mehr das geborgte Licht entwich aus dem Abgrunde des Innern, je glaͤnzender wurde der Blick ihres Auges, je anmuthiger ihr Laͤcheln; je grauenvoller ferne, doch nicht unbe⸗ kannte Stimmen in ihr fluͤſterten, je wortreicher und freundlicher ſprach die ihrige zu der Schlie⸗ ßerin, die auf ihr Geſuch bei ihr geblieben; je lautloſer es ward in der Gegend umher, je lebhafter ward ihre Rede, nur ſelten unter⸗ brochen von der bereitwilligen Zuhoͤrerin bejahen⸗ dem Wort.
So verging der Zeitraum, in welcher die
Daͤmmerung allgemach in tiefes Dunkel uͤber⸗ II. 3


