Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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daͤuchte ihr, als wehe ſie aus ihrem dunklen Nachbild zum erſtenmale das Entſetzen an, das Entſetzen vor ſich ſelbſt. Nicht ſich wollte, konnte ſie ſehen in der Einſamkeit, deren Grauen ſie allmaͤhlig beſchlich, lieber doch noch die bleiche Todtenlarve des Mondes. Auch dieſe jedoch hatte ſich von ihr abgewendet, als von einem widrigen Gegenſtande, den Wolkenſchleier wieder vor ſich ziehend, aber fort und fort ſchaute ſie auf den Kirchhof hinab, als wollte ſie ihr Licht dem wachſenden Treiben leihen, das rings auf demſelben ſich erhob, und wie feſtgebannt ſah auch Beate unverwandt auf die matt erhellte, ſeltſam unruhige Flaͤche.

Tief im Winkel am aͤußerſten Ende wogte es hin und her am Boden, als ſtrebe Etwas, die Erdſchollen hinwegſtoßend, hervorzukommen an die Oberflaͤche, und bald hob es ſich empor, ſchwarz, ſchwaͤrzer noch als das alte Gemaͤuer, und es ſtand endlich aufrecht und ſchritt langſam vor zwiſchen den Huͤgeln. Es war eines Mohren Geſtalt, welche der zitternde, oft unterbrochene Mondſtrahl beleuchtete, er ſpiegelte ſich ab in ſeinem Auge, am gluͤhenden Wiederſchein und blendend an dem weißen, fletſchenden Gebiß.