Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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vermißten Freuden. Doch zwiſchen Dort und Hier lag der Kirchhof.

Das Geſtöhne des Windes, der ihn durch⸗ ſtrich, traf ihr Ohr und dieſem folgte das Auge; es ſah die Graͤſer ſchwanken, bereits gekleidet in des Herbſtes roͤthliches Gruͤn, die Gebuͤſche beugten ſich aͤchzend im Luftzug und ſchuͤttelten, mit dem Sinnbilde der Vergaͤnglichkeit ihre Denkmaͤler bedeckend, das falbe Laub auf die Graͤber, die Todtenkraͤnze raſchelten an den Kreuzen, und manches der Graͤber und Kreuze war Der am Fenſter wohl bekannt. Immer dunkler ward der Himmel, immer mehr ver⸗ ſchmolz die Ferne in der Daͤmmerung, aber lichter war es auf dem Gottesacker, immer ſtil⸗ ler ward es druͤben, aber unter ihr ſchien es zu wogen in halb hoͤrbarem Treiben.

Da trat der Mond ſtill und langſam aus einer Wolke hervor und ſchaute der Stehenden in das Geſicht. Da war es ihr, als ſaͤhe ein wohlbekanntes Leichenantlitz ſie an mit ſtummer Frage; ſie wollte nicht antworten, auch nicht mit einem Blick, und ſie wandte ſich zuruͤck in das Gemach. Aber auf der erhellten Wand⸗ flaͤche ſtand ihr Schatten, und als ſie ihn ſah,