Und wie er ſo vorwaͤrts trat zwiſchen den Hu⸗ geln, ward es lebendig darunter, und mit lei⸗ ſem Geraͤuſch geſellten ſich dem naͤchtlichen Wanderer ihre Bewohner, und immer zahlrei⸗ cher ward der Zug, je naͤher er dem Fenſter kam, von welchem die Wittwe mit ſtierem Auge hinabſah. Und als er nun ſtand unter demſel⸗ ben, ein ſtilles Chor, angefuͤhrt von dem Schwar⸗ zen als Choraget, da erkannte Beate die Ge⸗ ſtalten, und ſie wollte zuruͤckweichen, doch ſie vermochte es nicht, denn es war ihr, als ſey ihr Schatten, an ſie herangeſchlichen, hinter ihr und halte ſie feſt und blicke ihr beifällig grin⸗ ſend uͤber die Schulter.
Dann toͤnte es von unten herauf, wie leiſe vielſtimmige Begruͤßung, und noch deutlicher wurden Geſtalt und Zuͤge der Stehenden. Ein Greis und eine Greiſin waren unter ihnen, die gingen gebuͤckten Hauptes, wie unter einer ſchweren Kummerlaſt. Der Alte hielt, wie in ſchwermuͤthigem Sinnen, die Haͤnde gefaltet vor ſich hin, die ihrigen rang die Greiſin, und Beide ſchauten nach dem Fenſter, und eines einzigen Wortes hohler Schall draͤngte ſich durch
die fleiſchloſen Lippen.„Tochter!“ ſo lautete II. 2
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