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fragte ſie ſtolz.—„Wayrlich, ich meinte mich nur uͤber den ungluͤcklichen Zufall beklagen zu muͤſſen, der mein friedlich ſchuldloſes Leben ver⸗ ſtoͤrte; daß der Verdacht es beſchmizzen koͤnne, haͤtte ich nimmer geglaubt. Das hoͤren zu muͤſſen, Herr Senator, und aus Eurem Munde, iſt eine harte Pruͤfung; ich beuge mich jedoch unter dieſelbe, des feſten Vertrauens, ich werde ſie beſtehen mit Gottes Huͤlfe und ſiegreich und rein daraus hervorgehen.“—
„Auch wir hoffen es,“ entgegnete der Rich⸗ ter;„erwaͤget indeß die Umſtaͤnde. Ein frem⸗ der, jedoch Mehreren in dieſer Stadt nicht ganz unbekannter Mann, der, wie man ſich erinnert, mit Eurem verſtorbenen Gemahl in Geſchaͤfts⸗ verbindung geſtanden, wird von Euch beher⸗ bergt auf eine Nacht, den Morgen darauf aber findet man ihn todt, ermordet nach dem Augen⸗ ſchein und der Sachverſtaͤndigen Zeugniß durch Gift. Der Angabe nach hat er bedeutende Summen mit ſich gefuͤhrt und Juwelen von großem Werth; ſein Diener behauptet es, die Ausſage Eurer eigenen Dienerin beſtatigt dieſe Behauptung, und nichts von Allem findet ſich vor. Die Menſchlichkeit mag ſich dem Glau⸗


