vielmehr! Hab' ich nicht Boͤſes gethan lange Zeit ohne Euren Beiſtand, ſo viel mir behagte? Die Friſt, die Ihr mir freigebig zugeſteht, ge⸗ waͤhrt mir mein Leben, deſſen Haͤlfte ich noch nicht erreicht, und jene Behaglichkeit und ge⸗ fahrloſe Luſt wird, ohne Eure Bemuͤhung, ſich Die zu verſchaffen wiſſen, die in Kurzem die reichſte Frau oder Wittwe heißen wird in dieſer Stadt.“—
Der Fremde lachte, und wie es ſchien, recht aus Herzensgrunde, dann ſprach er:„Koͤſtliche Einbildungskraft, die alſo wacker das Vielleicht in Gewißheit verkehrt! Bedenket Euch wohl,“ ſetzte er nachdruͤcklicher hinzu:„Es iſt nur ein Vielleicht, auf das Ihr fußet, ich aber biete Euch das Sichere.“—
„Ihr ſagt,“ antwortete ſchnoͤde Frau Bilſen, „Ihr ſeyet ein Kaufmannz nun wohl, ich war eines Kaufmannes Frau, und ſo viel habe ich gelernt, das Sicherſte ſey, was bereits mein iſt, ſicherer wenigſtens, als was mir verſprochen wird, ſey es auch von einem ſo zuverlaͤſſigen Kunden, wie das Geruͤcht Eures Gleichen eben nicht nennt. Ihr ſagt, ich ſey Euch verpfaͤndet? Nun, ich bin Euch auch vielleicht nur ver⸗


