Was er vertragen konnte genieße ich aus Wahl; die liebſte Wuͤrze des Weines iſt mir aͤtzendes Sublimat, recht erquicklich dauchte mir das ſuͤße Gallert der Belladonna, denn obſchon ich ziem⸗ lich allen Lorbeeren geneigt bin, halte ich doch den Kirſchlorbeer hoͤher als die andern; die Ratten⸗ oder Maͤuſebutter Eures Nachtiſches mag ihrem Gebieter nichts anhaben, und die aller⸗ beſte Herzſtaͤrkung fur unſer Einen iſt die Blau⸗ ſaͤure, das Erzeugniß der neueſten geſegneten Zeit. Habt Dank nochmals fuͤr Euer Mahl; man kann es in mehr als einer Weiſe ein fuͤrſtliches nennen.“—
Und fort und fort lachte und weinte Beate in den Toͤnen des nahenden Wahnſinns. Er aber fuhr fort:„Ich bin nicht Mithridat, ſon⸗ dern Euer langjaͤhriger Freund, nicht ſonderlich wohl der Eures verſtorbenen Herrn, doch deſto mehr der Eure. Freunde aber muͤſſen einander ſich zeigen, wie ſie ſind; ſo Ihr es begehret, ſol⸗ let Ihr mich erkennen, jetzt aber gehet mit gu⸗ tem Beiſpiel voran. Hinweg,“ rief er ploͤtzlich gebietend:„hinweg mit den Huͤllen der Suͤnde, eben ſo wenig als ihr Heuchelſchein taͤuſchen ſie mich.“—


