173
Ring da, er mag wohl 1000 Gulden werth ſeyn fuͤr den Liebhaber.“—
Und wirklich taſtete er mit der von Gicht⸗ knoten bedeckten Fauſt unbeholfen nach dem Juwel, das Beatens Hand zierte.
Frau Bilſen entwand ihm indeß die bereits umklammerte Rechte und ſprach empfindlich: „Gemach, mein Herr Schwarz, gemach, wir ſind nicht zu Batavia, und hier zu Lande ſind eigenmaͤchtige Executionen nicht gebraͤuchlich. Es iſt noch nicht dahin, am wenigſten aber mag der Werth dieſes Ringes Euch angehen, der nur darum ſolchen fuͤr mich hat, als er von einem ehrenwerthen Manne ſtammt und ein Pfand ſeiner ſchaͤtzbaren Geſinnung fuͤr mich iſt und meines zukuͤnftigen Gluͤckes.—
„Ah ſo, ein Liebespfaͤndlein?“ ſchmunzelte der Oſtindier;„nach demſelben zu urtheilen, iſt die Liebe allerdings groß, denn ich bleibe dabei, er iſt 1000 Gulden werth unter Bruͤdern. Ich verſtehe mich auf dergleichen und habe manch Geſchaͤft damit gemacht, mit Andern noch, als der Wittwe des Kaufmanns auf Java.“—
„Ich bedaure,“ verſetzte Beate trocken,„ich


