„Ach was Mexico!“ war Urſula's eifrige Gegenrede,„Batavia iſt gar ein anderes Land. Da ſpielen, ſo hat mir der Mohr geſagt, der, im Grunde genommen, ein recht ſcharmanter, redſeliger Musjeh iſt, da ſpielen die Gaſſenjun⸗ gen Anwerfens mit Dukaten, die dort ſo viel gelten, wie hier zu Lande die Kreuzer, und die Herren zuͤnden die Tabackspfeife an mit Bank⸗ noten von hundert Gulden, und wenn man der Hausjungfer ein Trinkgeld giebt, ſo nimmt ſie es gar nicht, wenn es nicht zwanzig ſolche große Goldſtucke ſind, oder wenigſtens fuͤnfhun⸗ dert Gulden hieſiger Waͤhrung.“—
„Nun, das geht wahrlich noch uͤber den Braͤutigam von Mexico!“ rief die Wittwe Bilſen zwiſchen Ernſt und Spott,„wenigſtens beweiſt es, meine Liebe, daß Ihr Herr Blondin wirk⸗ lich ein recht redſeliger Monſieur ſeyn mag, wie Sie ſagt.“—
„Was denkt die geſtrenge Frau?“ fragte die Zofe beleidigt.„Meint ſie etwa, daß ich flun⸗ kere? Nein, ſo wahr ich eine unbeſcholtene Jung⸗ fer bin, ich rede die reinſte Wahrheit, und das iſt noch nicht genug. Wie der Herr noch drin⸗ nen war bei der Frau, hat mich der Musjeh


