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„ich kann nicht anders als ein Zartgefuhl billi⸗ gen, das ein neuer Buͤrge meines kuͤnftigen Gluckes iſt, doch meine ich, Ihr gebet demſelben allzuviel Ausdehnung. Zehn Monate Wittwen⸗ ſtandes, laſſet Euch ſagen, gegnuͤgen in den Augen der Welt, wie in denen des Ge⸗ ſetzes.“—
„Unſern Vormuttern genuͤgten ſie nicht,“— erwiederte mit Feſtigkeit Frau Bilſen,—„und ich bin keine Freundin neuer Sitte, oder Un⸗ ſitte vielmehr. Es ſtehet nicht wohl an, daß der Menſch Alles thue, was er allenfalls thun könnte, am wenigſten aber einer Frau.“—
„So laſſet uns denn wenigſtens thun, was kein Gebrauch hindert, weder alter noch neuer Zeit,“— bat er—„geſtattet, daß ich unſere Verlobung bekannt mache, daß unſere Freunde, auch wohl unſere Feinde erfahren, mir werde die lieblichſte und ſittigſte Frau der Stadt zu Theil. Ich ſehe mich gern ein wenig beneidet,“— fuhr er ſcherzend und verbindlich fort—„und dem werde ich nicht entgehen von Seiten ſo Man⸗ ches, welcher, wie ich gar wohl weiß, gern an meiner Stelle waͤre, und was Euch betrifft, mag man Euch wohl meine Perſon nicht miß⸗


