Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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und ſchlicht, ich habe meine jungen Jahre in dem Weichbilde dieſer Stadt verlebt und es niemalen verlaſſen, und mein Wiſſen beſchraͤnkt ſich auf das, was das Buch der Buͤcher mich gelehrt, und auf das, was einer ehrbaren Hausfrau zu⸗ kommt. Auch bin ich keine Dichterin, mein Herr, keine Verſe liefre ich fuͤr den Muſenal⸗ manach, wie der Frau Buͤrgermeiſterin Nichte, und ſo mag ſie denn mit Recht glauben, dieſe eigne ſich beſſer fuͤr einen Herrn wie Ihr, als die unbedeutende Frau Bilſen.“—

Der Senator antwortete bekuͤmmert:„Wel⸗ cher duͤſtere Geiſt verſtoͤrt doch heut Morgen Euer ſonſt ſo klares Gemuͤth und fuͤhrt Euch ſo trugliche Bilder vor? Ich ſollte Euch zuͤrnen, daß Ihr mich einer Kleinlichkeit faͤhig glaubt, welcher man ſich abgethan in unſerer Zeit, und die beſonders dem uͤbel anſtehen wuͤrde, der un⸗ ſer weſtlich Nachbarland geſehn hat und die bri⸗ tiſchen Inſeln. Sind wir nicht eines Standes und mag Anderes als verjaͤhrtes Vorurtheil ei⸗ nen Unterſchied geltend machen, ſo unbedeutend hier, wo nicht die Rede iſt von Stiftspraͤbenden und Kammerherrnſchluͤſſeln? Ich bin reich, nun wohl, darum gerade braucht es meine Gattin