Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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ſo bin ich getroͤſtet, ob ich ſchon ſolche Bedenk⸗ lichkeit uͤbertrieben nennen muß. Genuͤgt es nicht an einem Worte von Euch, jeglich Hin⸗ derniß zu beſeitigen, ſteht es nicht bei Euch, daß mein Wunſch und ſeine Erfuͤllung laut werde vor aller Welt, und kein Zweifel mehr zu befuͤrchten ſteht, noch uͤble Nachrede? Spre⸗ chet dies Wort aus und ich meine, Niemand in unſerer Stadt wird es an der Achtung man⸗ geln laſſen, welche meiner Gemahlin geziemet, weder Frau noch Mann, wes Namens und Titels ſie auch ſeyn moͤgen.“—

Sie aber verſagte ihm ihre Rechte und ſprach aufgeregt weiter:„Und hat Eure Rathgeberin nicht hinzugefuͤgt, was ſie mir zu verſtehen ge⸗ geben, nicht ſo ſtatthaft ſey eine Verbindung zwiſchen uns, als Ihr es guͤtig vorausſetzet? Und ſie hat Recht, die Frau Buͤrgermeiſterin. Ihr ſeyd aus patriziſchem Geſchlecht, ich nur eines ſchlichten Buͤrgers Tochter und Mittelkaufmannes Wittwe; ein reicher Handelsherr ſeyd Ihr, mich macht die Verlaſſenſchaft meines Mannes hoͤch⸗ ſtens wohlhabend; Euch ward eine hohe Bil⸗ dung, bewandert ſeyd Ihr in der Welt, wie in Kunſt und Wiſſenſchaft, ich bin einfach erzogen