Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Deinem Dienſt bei meiner Perſon, damit ich Dich nicht allzuſehr vermiſſe fuͤr die Zeit Dei⸗ nes Urlaubs.“—„Die iſt ſchon gefunden,“ rief das Maͤdchen freudig;„da iſt die Jungfer, welche bei der fremden Baronin geweſen, die auf der Durchreiſe im Gaſthofe hier ſtarb. Sie iſt lange im Dienſte geweſen in der nahen Re⸗ ſidenzſtadt und weiß umzugehen mit dem An⸗ kleiden vornehmer Frauen, aber freilich—“ ſetzte ſie nach einer Pauſe kleinlaut hinzu und brach ab.

„Und was iſt mit ihr?“ erkundigte Frau Beate ſich in ernſtem und wuͤrdevollem Tone;z „ich hoffe nicht, daß ſie mit den Geſchicklichkei⸗ ten eines hauptſtaͤdtiſchen Kammermaͤdchens auch die Sitten verbindet, die man ſolchen Schuld giebt. Dann wuͤrde es nichts damit ſeyn, denn ich will keinen Unfug ſolcher Art in meinem ehrbaren Wittwenhauſe.“—

„O, damit hat es wohl gute Wege bei ihr,“ verſetzte das Maͤdchen halb lachend,„ſie iſt von Pocken zerriſſen und ſchielt auf beiden Augen, ich meine denn, ſie iſt gar zu haͤßlich, denn ſie hat noch einen Hoͤcker dazu.“

„Das iſt ſehr gut!“ fiel Frau Bilſen raſch