Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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nichts Boͤſes, wovon Du redeſt, doch darf nicht Alles in der Leute Mund kommen, denn ſie merken lieber auf den Splitter im Auge des Nachbarn, als auf den Balken im eigenen. Drum lobe ich Deine Verſchwiegenheit, denn es iſt eine große Untugend an einem Dienſtbo⸗ ten, wenn er aus der Schule ſchwatzet; auch lobe ich Dich, daß Du mit mir aufrichtig ge⸗ redet von den Albernheiten des jungen Burſchen, welcher lieber etwas lernen ſollte in der Welt, als Unfug im Hauſe ſeiner Wohlthäterin be⸗ ginnen; daran haſt Du gethan, wie es ei⸗ nem ehrbaren Maͤdchen geziemt, und ich miſſe Dich ungern um ſolcher guten Eigenſchaften willen.“—

Johanne verſetzte mit einem kleinen Seuf⸗ zer, aber ſich beſcheidend:„Nun, wenn es nicht ſeyn kann, ſo will ich bleiben, ehe daß Ihr un⸗ gehalten auf mich werdet, geſtrenge Frau.“—

„Mit nichten, mein Kind,“ antwortete dieſe gar nicht geſtreng, ſondern ſehr guͤtig;„ich will nicht, daß man mir aus Zwang diene, und ſo magſt Du denn gehen auf einige Zeit, wenn Du meineſt, es werde Dir nuͤtzen. Doch mußt Du vorher eine Stellvertreterin ſuchen in