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Dich ſelbſt eine arme Weiſe, der ich Gutes ge⸗ than, und das biſt Du, und Deine Verwand⸗ ten ſind duͤrftig wie Du und haben Dich ver⸗ abſaͤumt von Kindheit auf, ſo daß mich Dein jammerte und ich Dich aufnahm in mein Haus, wo es Dir an guter Pflege und Behandlung nimmer gemangelt. Auch bin ich zufrieden mit Dir, denn Du biſt ein anſtellig Maͤdchen und fleißig und geſchickt und treu und verſchwiegen dazu.“—
„Und was haͤtte ich denn auch ſprechen koͤn⸗ nen,“ fiel das Maͤdchen mit herzlichem Tone ein,„hab ich doch niemals bei der geſtrengen Frau etwas Schlimmes geſehen, denn das, was Ihr wohl meinet und wobei ich Euch zur Hand gehe, iſt ja nichts Boͤſes; jede Herrſchaft hat ihre Art, wohl manche andere hier in der Stadt macht es wohl eben ſo, und geht doch nicht ſo ſchmuck einher als Ihr, und wer weiß,“ ſetzte ſie laͤchelnd hinzu,„was ich thaͤte, waͤre ich eine reiche Frau wie Ihr und in Euren Jah⸗ ren.“—
Abermals zeigte ſich ein Schatten auf Ftau Bilſens Angeſicht, er glitt aber bald hinweg, und ſie ſagte freundlich wie zuvor:„Gewiß iſt's


