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Die einfache Bitte fand ein unguͤnſtigeres Gehoͤr bei der, deren Herz und Hand, wie wir gehoͤrt haben, immer den Klagenden offen ſtan⸗ den, und ſie rief beinahe zornig:„Erkenntlich nennſt Du Dich? Das biſt Du nicht, ſondern eine Undankbare vielmehr, die, uneingedenk aller Wohlthat, welche ich ihr erwieſen, mich verlaſſen will, obſchon ſie weiß, daß ſie mir unentbehr⸗ lich iſt.“—
„Ich Euch verlaſſen? Da ſey Gott fuͤr!“ betheuerte das Maͤdchen;„ich weiß recht wohl, daß keine Andere es Euch in manchen Sachen ſo zu Danke machen kann, als ich, die ich Be⸗ ſcheid weiß— und gewiß vergeſſe ich nicht, wie Ihr immer die arme Waiſe milde behan⸗ delt und ihr gute Lehren gegeben habt, nach Eurer ſtadtbekannten Klugheit und Erfahrung und nach Eurem reifen Alter.“—
Die Wittwe wiederholte, nicht im aller⸗ freundlichſten Tone:„Reifem Alter?“ dann ſetzte ſie gebieteriſch hinzu:„So hoͤre denn auch diesmal auf den Rath meiner Erfahrung und Klugheit, oder auf meinen Befehl vielmehr: Du bleibſt hier!“—
Aber noch einmal hob die Andere ſchuͤchtern


