fuͤnftauſend Mann, und noch heut zu Tage fullt, was auch der getaufte Jude ſage, der Segen des Herrn die Hand, die ſich aufthut in chriſtlicher Milde. Laß die Kleine indeß erſt dann ein, wenn ich allein bin, denn ich gleiche nicht den Phariſaͤern, und wahre Wohlthaͤtig⸗ keit meidet die Zeugen.“—
Johanna hatte nun ihren Beſcheid, und nichts hielt nach der Meinung der Gebieterin ſie ab, hinauszugehen zu Erfullung der empfan⸗ genen Aufträge, aber ſie blieb, mit geſenkten Augen an ihrem Schuͤrzenbande zupfend, gleich Einer, die noch etwas vorzutragen haͤtte, der aber der Muth dazu fehlt. Da runzelte Frau Bilſen die Stirn und ſah finſter drein und ſprach, nicht ohne Haͤrte:„Nun was ſtehſt Du noch muͤßig, ſtatt zu thun wie ich Dir geheißen? Haſt Du etwa ein Anbringen an mich?“—
Als das Maͤdchen drauf in wachſender Ver⸗ legenheit ſchwieg und Thraͤnen in ihre Augen traten, rief Beate mit verſtaͤrkter Hitze:„Wahr⸗ haftig, es kommt mir vor, als haͤtte ich recht geſehen; die Naͤrrin hat ſich in den Gelbſchna⸗ bel vergafft, und er hat ihr den Kopf verruͤckt mit ſuͤßen Worten und ſie denkt, ich werde ſo


