Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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„der gute Herr kann gar nicht leben ohne die geſtrenge Frau. Punkt zwoͤlf Uhr, hat er ge⸗ ſagt, wird er hier ſeyn, und um ſo gewiſſer, da er Antwort bringe auf das Brieflein, wel⸗ ches Ihr ihm geſtern geſchrieben.“

„Der Herr Senator wird mir willkommen ſeyn,“ verſicherte Frau Bilſen mit ſichtlicher Zu⸗ friedenheit;„ſollte ſich jedoch Jemand bei mir befinden, wenn er erſcheint, ſo bitte ihn einſt⸗ weilen in das gruͤne Zimmer. Ich habe man⸗ ches Geſchaͤft heut, ob es ſchon Sonntag iſt, denn,“ ſetzte ſie mit einem kleinen Laͤcheln hin⸗ zu,„der wackere Goldenbaum ſagt mit Recht, nicht allein mit dem Beten iſt es gethan.“

„Soll ich den Schreiber ſogleich heruͤber⸗ ſchicken?“ fragte Johanna. Ihre Gebieterin ſchaute ihr abermals in das Geſicht, und er⸗ wiederte drauf gleichguͤltig:„Gewiß ſollſt Du das.— Ich meine, Euer Beiſammenſeyn taugt weder dem Einen noch dem Andern. Noch Eins, es wird eine kleine Dirne kommen, welche ich unter meine Koſtgaͤnger aufgenommen mit ihrer Mutter und ſieben Geſchwiſtern. Wohl iſt das viel, allzu viel vielleicht in dieſer ſchweren Zeit, aber mit wenigen Broden ſpeiſte der Heiland