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zu mir in einer Stunde etwa. Du kennſt mich aber wohl nicht und meine Wohnung?“—
„O gewiß kenne ich Euch“— rief die Er⸗ freute—„Ihr ſeyd Frau Beate Bilſen, die reiche Kaufmannswittwe am Blaſiusſteig, die vielen armen Leuten geholfen hat mit Nahrung und Arzenei.“—
„Nun denn“— ward ihr die Aufforderung— „ſo vergiß nicht, Dich einzuſtellen, mein Toͤchter⸗ lein; ich werde ſehen, was ich fuͤr Dich thun kann und fuͤr die Deinigen.“—
Die Kleine huͤpfte froh von dannen, um eilig den Darbenden daheim die gegenwaͤrtige Huͤlfe zu bringen und die Hoffnung auf die Zukunft, ihre Wohlthaͤterin aber, nachdem ſie der andern Dame eine foͤrmliche, ziemlich kalt erwiederte Verbeugung gemacht, ſchritt zur Kirchthuͤr hinaus und geſenkten Blickes durch die Reihen der Armen, die trotz der Knochen⸗ ſuppen und des Brodes von Magiſtrats wegen, ſich haͤufig hier verſammelten, und auf jede Bitte erfolgte eine kleine Gabe, anſpruchlos und beinahe verſtohlen ertheilt.
Die Gemahlin des Regenten aber ſah der Hinweggehenden kopfſchuͤttelnd nach und die


