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Lippen aufwerfend:„Sieh doch“— ſprach ſie zu ſich ſelbſt—„wie die Frau nicht groß thut und die Wohlthaͤtige ſpielt, die— Phariſaͤerin. Ein großes Silberſtuͤc giebt ſie der Range, gleich als geſchaͤhe es mir zum Trotz. Und doch koͤnnte ich zehnmal mehr geben, wenn ich nur wollte und es ſich ziemte, daß die Ehegattin des Staatsoberhauptes dem Bettelunfug Vor⸗ ſchub thaͤte, denn mit ihres Mannes Vermoͤgen ſoll es nur ſo ſo ſtehen, wie man munkelt, und er wuͤrde ſich im Grabe umdrehen, wenn er da⸗ von hoͤrte, wie ſie wirthſchaften ſoll, trotz ihres ſtillen und heuchleriſchen Weſens, und er wuͤrde ſich noch im Tode uͤber ſie aͤrgern, wie, dem Vernehmen nach, ſie ihn zu Tode geaͤrgert hat. Helle Farben? Ei das waͤre mir was. Wozu waͤren denn die Farben, wenn man ſie nicht tragen ſollte? Freilich braucht nicht Jeder ſich zu verſtecken, und wem es zukommt, mag glaͤnzen vor den Leuten nach Standesgebuͤhr. Und eitel iſt ſie auch, ſo ſittſam als ſie thut, und ſchnuͤrt ſich gewaltig, obſchon man glauben ſoll, ſie habe der Welt abgeſagt und ihrem Schmuck, und juͤngferlich und zimperlich gehabt ſie ſich auch und hat doch ſchon ihre fuͤnfundvierzig


