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Kind“— ſprach ſie in ſanftem Tone, und das Auge recht theilnehmend auf das liebliche Ge⸗ ſicht des Maͤdchens richtend, in welchem die beiden von der Buͤrgermeiſterin erwaͤhnten Theile deſſelben ſich wirklich beſonders auszeich⸗ neten, zumal jetzt, da die erneute Hoffnung auf Beiſtand den Purpur der Wangen erhoͤhte und der laͤchelnde Mund eine Reihe glaͤnzender Perlen zeigte:„Mein Kind, ſieben Geſchwiſter alſo haſt Du, und eine kranke Mutter?“—
„Das iſt gewißlich wahr“— verſetzte das Kind treuherzig—„und die geſtrenge Frau darf ſich nur erkundigen laſſen.“—
„Auch gedenke ich das zu thun“— ſagte die Wittwe—„Du aber biſt, wie ich ſehe, geſund und wohl auf.“—
Die Kleine antwortete:„Das bin ich, Gott ſey Dank, und hoffe es zu bleiben mit ſeiner Huͤlfe, denn ſonſt haͤtte die Mutter gar Nie⸗ mand und die Bruͤder und Schweſtern.“—
„Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut“— ſprach die fromme Frau, indem ſie ein nicht ganz kleines Silberſtuͤck in die Hand des Kin⸗ des gleiten ließ.„Nimm das fuͤr jetzt; damit aber iſt wohl noch wenig geholfen; drum komme


