Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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ſtrenge Frauen klang es aus dem Munde eines ärmlich gekleideten, etwa dreizehnjaͤhrigen Maͤd⸗ chens ſtockend und furchtſamwollet mir um Gottes Willen ein geringes Almoſen nicht verſagen! Die Mutter der Stadt, noch et⸗ was geaͤrgert durch das vorhergehende Geſpraͤch, herrſchte der Kleinen in unmuthigem Tone zu: Es iſt doch wahrlich allzuarg, daß man im Gotteshauſe ſelbſt nicht ſicher iſt vor dem An⸗ lauf der Bettler, gerade als ob man da nichts Anderes zu thun haͤtte, als die Haͤnde in den Taſchen oder dem Arbeitſack verbeſſerte ſie ſichzu haben. Schaͤmſt Du Dich nicht, kleine Herumſtreicherin, biſt Du nicht groß ge⸗ nug und ſtark, um zu arbeiten?

Ach geſtrenge Frau antwortete eingeſchuͤch⸗ tert das Maͤdchenich bin wohl keine Her⸗ umſtreicherin, und arbeitete auch lieber, als um Almoſen zu bitten, aber die Mutter liegt mir ſterbenskrank daheim, und hat keine Wartung und Pflege als von mir, denn von den ſieben Geſchwiſtern ſind die vier aͤlteſten auch krank, die drei andern aber noch klein. Da kann ich es denn ſeit einigen Tagen nicht mehr allein zuwege bringen, obſchon ich die Groͤßte bin,