Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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nicht in unſerer Macht, den Ort zu nennen, wo ſie gedruckt worden, und wo ſich zugetragen, was ſie berichtet; eben ſo wenig koͤnnen wir die Zeit beſtimmen, von welcher die Rede iſt, denn das von ſeinen Vorgaͤngern getrennte erſte Blatt dieſes Heftes beginnt mit den Worten:Auch begab es ſich in dieſem Jahr u. ſ. w⸗

Aber allem Anſcheine nach mußtedieſes Jahr nebſt einer guten Anzahl ſeiner aͤltern abgeſchiedenen Bruͤder einen wunderlichen Zeit⸗ raum gebildet haben, ſo wunderlich, daß man glauben moͤchte, unſer Denkbuch ſey eher das Erzeugniß einer kranken Einbildungskraft, als eine treue Darſtellung der Wirklichkeit, denn was der Berichterſtatter, wahrſcheinlich ein gro⸗ ßer Freund der Bilderſprache, in ſolcher zu ver⸗ ſtehen giebt, kann kaum wahrſcheinlich beduͤn⸗ ken, am wenigſten aber den Genoſſen des wei⸗ ſen, frommen, aufgeklaͤrten, heldenmuͤthigen und friedliebenden neunzehnten Jahrhunderts.

Er vergleicht naͤmlich den geſellſchaftlichen Zuſtand damaliger Zeit auf etwas ſeltſame und geſchmackloſe Weiſe mit einem großen Gemein⸗ gebraͤude, aus welchem ein Jeglicher ſeinen Haus⸗ trunk zu ſchoͤpfen nicht nur berechtigt, ſondern