Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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nennen konnte, zieht ihn gewaltſam zu den Buͤcherauktionen, und nicht ſelten iſt die Erwar⸗ tung, die ihn dahinfuͤhrte, weit uͤbertroffen wor⸗ den. Dies geſchah aber nicht ſowohl durch die Folianten beruͤhmter Schriftſteller, bei welchen man im Voraus weiß, was ſie gewaͤhren, ſon⸗ dern hauptſaͤchlich durch die Buͤndel mangel⸗ hafter Buͤchererzeugniſſe unbekannter oder ver⸗ geſſener Maͤnner, zu den viris obscuris Ulrichs von Hutten gehoͤrend, denn nicht ſelten fand ſich in ſolchen ſchmaͤhlich vernachlaͤſſigten, unor⸗ dentlich zuſammengehaͤuften Fruͤchten ſaurer Ar⸗ beit manch Koͤrnlein beſſerer Gattung, welches, geſaͤubert vom umgebenden Wuſt, ſich gar koͤſtlich erzeigte, den unſcheinbaren Muͤnzen fruͤherer Jahrhunderte gleich, welche, befreit vom Roſt der Zeit, in den Sammlungen der Kenner eine recht wuͤrdige Stelle einnehmen.

In einem ſolchen Buͤndel, angekuͤndigt unter dem Namenein Pack defecter Buͤcher, ward denn auch eines Tages dem Erzaͤhler fuͤr wenige Pfennige das Stuͤck einer Chronik zu Theil, aus welchem dieſe Darſtellung geſchoͤpft iſt.

Wie das Titelblatt dem Leſer anzeigt, man⸗ gelte es ihr an einem ſolchen, es ſteht demnach