Teil eines Werkes 
2. Theil (1816) Die geheimnisvolle Fremde
Entstehung
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Verfähreriſche ihres Beiſpiels der Verſuchung ausgeſetzt werden. Kurz, ihre Tälente waren glaͤnzend genug, einen ungewiſſen und leuchten⸗ den Schimmer auf ihren Pfad zu verbreiten, der mehr irre zu fuͤhren, als zu leiten geeignet war; doch ihr Glanz war nicht ſtark genug, um mit ſteter, ungetruͤbter Klarheit zu ſcheinen, und ein ſichres und beſtimmtes Licht zu gewähren.

Es duͤvfte befremdend und ſogar unmöglich ſcheinen, daß ich ſo bald die Mängel des Cha⸗ rakters dieſer Dame bemerkte, und ſo deutlich die Spuren eines geheimen Kummers, eines wahrſcheinlich ſtrafburen Geheimniſſes an ihr entdeckte, waͤhrend Lors D fuͤr beides voll⸗ kommen ohne Sinn blieb. Allein er war ein Mann, der. durchaus keinen Argwohn, und nicht viel Scharfſinn beſaß. Er war im Ge⸗ gentheil blind gegen die Fehler derjenigen, die er liebte, und ſich ſelbſt keiner Schuld bewußt,