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gerade zur rechten Zeit, als ſie vorüberſchwankte, die alte Alice aus einem kleinen Hauſe getreten wäre, in dem eine Nähterin wohnte, zu der ſie Arbeit für ihre Herr⸗ ſchaft getragen hatte. Die Alte ahnte ſofort, daß etwas Schreckliches geſchehen ſei, ſtürzte auf die junge Frau zu und hielt ſie feſt.„Innocenzia, um Gotteswillen, liebſte Lady Longueville, wo wollen Sie hin, was fehlt Ihnen, großer Gott, was haben Sie?“
„Nimm mich irgend wohin,“ ächzte das arme Kind und ſchlang ihre Arme mit einem Schmerzensſchrei um den Hals der alten Freundin, die ihr wie ein vom Himmel geſendeter Engel erſchien,—„nimm mich irgend wohin oder ich ſterbe——“
Die arme Nähterin ſtand ſtaunend vor ihrer Thüre, und in ihr ärmliches kleines Stübchen wurde Lady Longueville gebracht, halb unbewußt deſſen, was mit ihr geſchah. Wie ein fürchterlicher, banger Traum, wie ein entſetzlicher Alpdruck lag es auf ihrer armen Seele. Welcher Contraſt zu dem Frieden noch von heute Mor⸗ gen! Schmerzen in Körper und Geiſt, Schmerzes, die ihr lautes Stöhnen erpreßten, die in ihr jeden Wunſch, jedes Hoffen erſtickten! Es war weder Zeit zu fragen, noch Zeit nach Denen auszuſchicken, die ihr in ihren Leiden hätten beiſtehen können. Alice war jetzt der ein⸗ zige Halt auf Erden und im Himmel für die Arme, an


