Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Bewußtſeins einer Schuld, von der ſie doch ſelbſt nichts wußte, übermannte ſie jetzt ebenſo wie damals, als ſie aus dem Hauſe in Sterborne floh, wo die todte Amanda lag. Hatte ſie denn wirklich wieder daſſelbe gethan? Ihr Kopf ſchwindelte. Das Glas war zerbrochen, aber Sir Aleris lebte. Er war nicht geſtorben. Aber was hatte ihm jene entſetzlichen Worte in den Mund gelegt? Krank an Körper und Geiſt, matt bis zum Niederſinken, todeswund— gepeinigt von Körperſchmerzen, deren Be⸗ deutung ſie nicht verſtand,— aber weit kränker, weit elender noch im tiefſten Herzen, ſo ſchwankte ſie dahin, nur ſehnſüchtig nach einem Winkel verlangend, um dort zu ſterben. Als ſie damals von Sterborne floh, da wußte ſie doch, wohin ſie ſich zu wenden hatte, aber jetzt? Nicht um die Welt hätte ſie dieſe neue Sorge wieder zu den Ihrigen bringen mögen. Nein, nein, nur einen Winkel, wo ſie ſich niederlegen und ſterben könnte!

So wanderte die Unglückliche durch die engen Straßen, ohne darauf zu achten, wohin ſie ging. Jeden Augenblick wurde es ihr ſchwerer, ſich aufrecht zu halten, jeden Moment fürchtete ſie hinzuſtürzen. Und gewiß wäre es auch geſchehen, und die arme Innocenzia hätte in irgend einer kleinen Straße einer der Vorſtädte Londons, von Niemandem gekannt, ihr Leben ausgehaucht, wenn nicht