Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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mit derſelben Bitte!“ Sein Kopf ſchwindelte, die Pulſe flogen, die Glieder wankten unter ihm. Er konnte nur die Diener ausſenden, er konnte ſie nicht ſelbſt zurück⸗ holen, er mußte ſich erſchöpft auf's Bett werfen, wo er ſich und ſein Geſchick verwünſchte. Welcher entſetzlichen Verſuchung war er erlegen? Welcher Dämon hatte ihn verlockt? Er ſuchte ſich damit zu beruhigen, daß ſeine ſüße, kindliche Innocenzia bald kommen und ihm ver⸗ geben würde. Wie hätte er denn auch im Ernſte ſolche Worte ſagen können, ſagen wollen? Gott helfe ihm! Als er erſchöpft auf ſein Schmerzenslager zurückſank, laſtete auf ſeiner Bruſt das Gefühl eines entſetzlichen unglücks, welches er ſelbſt heraufbeſchworen hatte. Innocenzia aber ging fort aus dem Hauſe ihres Gatten, das arme Kind, ſie wußte ſelbſt nicht wie,— es war ihr, als kehre Alles wieder, was ſie erlebt, was ihren armen, ſchwachen Geiſt ſchon einmal umnachtet hatte. Was er zu ihr geſagt, war keine Beleidigung geweſen, wenn man ſo ſagen will, es hatte ſie nur völlig ahnungslos getroffen, plötzlich zu Boden geworfen und ohne Gnade ihr das Hers zerſchnitten. Daß ſie noch leben könnte, nachdem ſie ſolche Worte hatte hören müſſen, ſchien ihr unmöglich zu ſein. Alles Herzeleid, aller Jammer der Vergangenheit wurde noch einmal wieder wach in ihr. Daſſelbe fürchterliche Gefühl des